Mittwoch, 15. Februar 2017

Abtreibungszentrum Balance banalisiert Post-Abortion-Syndrom

Chaoten stören Pro-Life-Demo in Münster
Felizitas Küble

Das sogenannte „Familienplanungszentrum Balance“ in Berlin bietet Beratung und Abtreibung unter einem Dach an. Wie Geschäftsführerin Sybill Schulz in einem Interview mit der linksalternativen Tageszeitung „taz“ (stolz?) berichtet, findet jede zehnte Abtreibung in Berlin in dieser „Balance“ statt.

Dazu stellt sie fest: „Zu uns kommen viele Frauen, die bereits sehr entschieden in Richtung Schwangerschaftsabbruch sind.“

40% der Kosten dieses Tötungszentrums zahlt laut „taz“ der Berliner Senat. Den „Rest“ finanziert das Haus durch Einnahmen und Spenden.

Auf die Frage der taz-Redakteurin Patricia Hecht nach den Lebensrechtlern („Abtreibungsgegern“) in Berlin antwortet die Balance-Geschäftsführerin:

„Radikale konservative Kräfte, sehr gut organisiert, häufig aus religiösen Kreisen. Sie wollen Einfluss auf die öffentliche Meinung und die Politik nehmen, um an erkämpften Rechten zu sägen. Es gibt einige Schlüsselfiguren, zum Teil sind es Geistliche, die auch bundesweit Aktivitäten organisieren und in verschiedenen Gruppierungen aktiv sind.

Da wäre die „Initiative Nie wieder!“ aus Süddeutschland zu nennen, die sehr aktiv mit Anzeigen gegen Familienplanungszentren ist. Der Verband „Lebensrecht“ veranstaltet seit 2008 jedes Jahr den „Marsch für das Leben“ in Berlin.“

Frau Schulz erklärt sodann, es gäbe in der Geschichte ein Schwanken zwischen schwangereliberaleren und konservativen Phasen, derzeit sei ein konservatives Rollback zu konstatieren. Außerdem stellt die Geschäftsführerin fest, es gäbe wieder „ein starkes Gefühl von Schuld“ unter abtreibenden Frauen („…nun töte ich Leben“).

Die Balance-Leiterin ist verblüfft darüber:

„Wir können nicht wirklich nachvollziehen, woher das kommt. Die Sexualaufklärung ist viel besser geworden, verschiedene Studien zeigen, dass sich auch das Verhütungsverhalten verbessert hat. Und trotzdem dieses Gefühl von Schuld – das passt nicht zusammen. Dagegen arbeiten wir an.“  – Frau Schulz fügt zur Bekräftigung noch hinzu: „Den Druck der Schuld wollen wir nicht weiter zulassen.“

Dieses „Gefühl von Schuld“, gegen das die Balance-Mitarbeiter/innen vorgehen wollen, werden sie nicht mit einem Zauberstab beseitigen können, auch nicht mit wohlfeilen Worten, feministischen Sprüchen und psychologischen Verdrängungs-Mechanismen.

Dieses tiefsitzende Schuldbewußtsein von Betroffenen hängt mit der unleugbaren Tatsache zusammen, die sich mental auf Dauer nicht wegreden läßt, daß es sich bei der Abtreibung um die Tötung eines ungeborenen Kindes handelt.


Erstveröffentlichung bei "Christliches Forum":  https://charismatismus.wordpress.com/2017/02/12/berlin-abtreibungszentrum-balance-will-gegen-schuldgefuehle-von-frauen-vorgehen/

1 Kommentar:

F. M. hat gesagt…

Nicht nur die, sondern auch eine der seriösesten und ältesten medizinischen Fachzeitschriften der Welt.

Das NEW ENGLAND JOURNAL OF MEDICINE. Seit 1812


Induced First-Trimester Abortion and Risk of Mental Disorder

Trine Munk-Olsen, Ph.D., Thomas Munk Laursen, Ph.D., Carsten B. Pedersen, Dr.Med.Sc., Øjvind Lidegaard, Dr.Med.Sc., and Preben Bo Mortensen, Dr.Med.Sc.
N Engl J Med 2011; 364:332-339January 27, 2011DOI: 10.1056/NEJMoa0905882

CONCLUSIONS
The finding that the incidence rate of psychiatric contact was similar before and after a first-trimester abortion does not support the hypothesis that there is an increased risk of mental disorders after a first-trimester induced abortion. (Funded by the Susan Thompson Buffett Foundation and the Danish Medical Research Council.)

Quelle:
http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa0905882