Donnerstag, 8. Juni 2017

Weltmeisterin und mehrfache Olympiasiegerin: Abtreibungen bei Hochleistungssportlern Gang und Gäbe

Sanya Richards. Foto: Berend Stettler, Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 2.0
In ihrem neuen Buch und in diversen Interviews berichtet Sanya Richards-Ross, Weltmeisterin und mehrfache Olympiasiegerin, über die Abtreibungspraxis unter Hochleistungssportlern: „Ich kenne keine Leichtathletik-Sportlerin, die keine Abtreibung hinter sich hat“.

Sie selber trieb Ihr Kind unmittelbar vor der Olympiade in Peking (2008) in der sie eine Goldmedaille im Stapellauf und eine Bronzemedaille im 400-Meter-Lauf gewann.

Sie fiel in eine tiefe Krise, doch Gott heilte sie. Darüber berichtet sie nun in ihrem Buch „Chasing Grace“ (Auf der Jagd nach Gnade). Sie will damit anderen Sportlerinnen helfen, ihre Krise zu überwinden.

Mit diesem erschreckenden Zeugnis geht sie an die Öffentlichkeit, um anderen Sportlerinnen in der Überwindung ihrer Krise zu helfen.

Sanya Richards-Ross will ebenfalls eine öffentliche Diskussion anregen: „Die Leistung wird in der Sportwelt als absolute Priorität gesetzt, selbst über dem Geschenk des Lebens.“

Erfreulicherweise folgen nicht alle Athleten dem allgemeinen Trend. So gebar die Läuferin Sarah Brown ihr Kind und verzichtete dafür, an der Olympiade in Rio de Janeiro teilzunehmen.


Weitere Infos: 

'I don’t know another female track-and-field athlete who hasn’t had an abortion', says London 2012 double-gold medallist

Olympic Track Star: “I Don’t Know Another Female Track Athlete Who Hasn’t Had an Abortion”

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